Seite 44 - CLOUD Migration - Alles was Sie über die CLOUD wissen müssen

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ausreichende Serverkapazitäten forderte, die allen Standorten 
gleichermaßen zur Verfügung stehen sollten. 
Es stand außer Frage, dass die Clever AG angesichts der Kosten an den drei 
Entwicklungsstandorten keine eigenen Rechenzentren betreiben könne. 
Andererseits war in den letzten Jahren der Wandel von elektronischen zu 
digitalen Maschinensteuerungen zunehmend wichtig geworden, und dieser 
Trend würde sich sicherlich noch weiter beschleunigen. Bislang hatte man 
sich damit über die Runden gerettet, dass die beteiligten Entwickler und QS‐
Ingenieure für Wochen in die Zentrale reisen mussten, was jedoch ebenfalls 
erhebliche Kosten nach sich zog. Zudem waren die Maschinenkapazitäten 
nahezu ständig ausgelastet, was Wartezeiten und somit 
Projektverzögerungen nach sich zog. 
Markus Weber hatte in den erfolgten Vorgesprächen bereits IaaS ins 
Gespräch gebracht und stellte seinen Lösungsvorschlag nunmehr zur 
Diskussion und Entscheidung. 
Nach seinen Vorstellungen war die Anmietung von virtuellen Servern samt 
zugehöriger Speicher‐ und Datenbankkapazitäten aus der Cloud die Lösung 
des Problems. So könne von allen Standorten aus gleichermaßen auf diesen 
Maschinen gearbeitet werden, sofern die Standorte über eine ausreichende 
Bandbreite in der Netzanbindung verfügten und seitens des Cloud‐
Serviceproviders eine mindestens 99,99‐prozentige Verfügbarkeit 
sichergestellt werden könne. Die Notwendigkeit einer vergleichsweise 
hohen Verfügbarkeit sei den aufwendigen Simulationstests geschuldet, denn 
der wirtschaftliche Schaden durch einen Ausfall sei fatal, da in einem 
solchen Fall wochenlange Arbeit plötzlich verloren sei und wiederholt 
werden müsse.  
Als weiteren positiven Effekt führte er die Möglichkeit der Serverelastizität 
ins Feld. Damit könnten berechtigte Mitarbeiter der Clever AG über ein 
Webinterface selbstständig sowohl die Anzahl virtueller Server als auch die 
in Anspruch genommene Rechenleistung sowie die erforderliche 
Speicherkapazität dynamisch skalieren. Dies biete den Vorteil zeitlicher 
Unabhängigkeit von einer bisherigen Maschinenverfügbarkeit. Zudem 
können freie Kapazitäten jederzeit auch wieder abgemietet werden, um 
Kosten zu minimieren. 
<P5>Renate Graf und Helmut Jäger ergänzten seine Ausführungen mit dem 
Hinweis auf die ansonsten gleichen Bedingungen bezüglich der 
Datensicherheit und der Rechtskonformität und verwiesen auch hier auf den 
Nachweis einer Zertifizierung als Qualitätskriterium. Renate Graf wollte von